Wann ist eine Knieprothese sinnvoll?
Eine Knieprothese kommt ins Spiel, wenn die Kniearthrose weit fortgeschritten ist und konservative Behandlungen wie Physiotherapie, Injektionen und Schmerztherapie ausgeschöpft sind. Die entscheidende Frage lautet dabei nicht, wie kaputt das Knie ist – sondern wie sehr die Schmerzen Ihr Leben einschränken.
Wenn Gehstrecke, Schlaf und Alltagsaktivitäten dauerhaft leiden, ist der Gelenkersatz oft der Weg zurück zur Lebensqualität. Die Entscheidung treffen Sie – wir liefern die ehrliche Grundlage dafür.
Teilprothese oder Totalendoprothese?
Nicht immer muss das ganze Gelenk ersetzt werden: Ist nur ein Teil des Knies verschlissen, kann eine Schlittenprothese (Teilprothese) genügen – mit kleinerem Eingriff, mehr erhaltenem eigenen Gewebe und oft natürlicherem Gelenkgefühl.
Bei fortgeschrittenem Verschleiß mehrerer Gelenkanteile ist die Totalendoprothese (Knie-TEP) der Standard. Welcher Prothesentyp zu Ihrem Knie passt, zeigt die genaue Analyse aus Untersuchung und Bildgebung – MRT und Röntgen direkt bei uns im Haus.
Robotergestützte OP: Präzision auf den Millimeter
Bei MVZ Kaiser operieren wir Knieprothesen robotergestützt: Das System erstellt ein exaktes 3D-Modell Ihres Knies und unterstützt den Operateur dabei, die Prothese millimetergenau auf Ihre individuelle Anatomie und Bandspannung auszurichten.
Die präzise Ausrichtung verbessert Funktion und natürliches Gelenkgefühl und kann die Haltbarkeit der Prothese begünstigen. Der Roboter ersetzt dabei nicht den Chirurgen – er macht sein Können noch genauer.
Ablauf: Von der OP bis zur Entlassung
Der Eingriff dauert etwa ein bis zwei Stunden. Bereits am OP-Tag oder am Tag danach stehen Sie mit Unterstützung der Physiotherapie zum ersten Mal auf – die frühe Mobilisation ist der Schlüssel für ein gutes Ergebnis.
Der stationäre Aufenthalt beträgt meist wenige Tage, anschließend folgt die Rehabilitation – ambulant oder stationär, je nach Ihrer Situation.
Reha und Rückkehr in den Alltag
In den ersten Wochen arbeiten Sie in der Reha an Beweglichkeit, Kraft und Gangbild. Alltagsaktivitäten wie Autofahren gelingen meist nach vier bis sechs Wochen, Büroarbeit oft schon früher – körperlich fordernde Berufe brauchen länger.
Nach drei bis sechs Monaten sind die meisten Patienten deutlich schmerzärmer und mobiler als vor der OP. Radfahren, Schwimmen, Wandern und Golf sind mit Prothese ausdrücklich erwünscht.
Haltbarkeit und Risiken – ehrlich eingeordnet
Moderne Knieprothesen halten bei über 90 Prozent der Patienten länger als 15 Jahre, viele deutlich darüber. Risiken wie Infektion, Thrombose oder Restbeschwerden sind selten, gehören aber in jede ehrliche Aufklärung – wir besprechen sie offen mit Ihnen.
Wichtig zu wissen: Ein Kunstgelenk ist sehr gut, aber kein 20-jähriges Knie. Realistische Erwartungen sind die beste Basis für hohe Zufriedenheit – und die ist bei der Knie-TEP eine der höchsten der modernen Chirurgie.
Ihr Weg bei MVZ Kaiser
Von der Diagnostik mit hauseigenem MRT über die konservative Ausschöpfung bis zur robotergestützten OP und Nachsorge: Bei uns bleibt Ihr Knie in einer Hand. Unsere Kniespezialisten beraten Sie ehrlich, ob und wann der Gelenkersatz für Sie der richtige Schritt ist.
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Knie
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