Wann ist eine Hüftprothese sinnvoll?
Die Hüftarthrose ist die häufigste Ursache: Wenn Anlaufschmerz, nächtliche Schmerzen und schrumpfende Gehstrecke den Alltag bestimmen und konservative Maßnahmen ausgereizt sind, ist das künstliche Hüftgelenk eine der erfolgreichsten Operationen der modernen Medizin.
Auch Hüftkopfnekrosen oder Brüche des Oberschenkelhalses können einen Gelenkersatz nötig machen. Der richtige Zeitpunkt richtet sich nach Ihrem Leidensdruck – nicht allein nach dem Röntgenbild.
Die AMIS-Methode: Muskelschonend zur neuen Hüfte
Bei MVZ Kaiser operieren wir ausschließlich mit dem minimalinvasiven AMIS-Zugang von vorne: Der Operateur arbeitet zwischen den Muskeln hindurch, ohne sie zu durchtrennen – Muskeln und Sehnen bleiben vollständig intakt.
Das Ergebnis: weniger Schmerzen nach der OP, schnellere Mobilisation, geringeres Hinke-Risiko und meist ein kürzerer Klinikaufenthalt. Viele AMIS-Patienten gehen bereits am OP-Tag die ersten Schritte.
Prothese und Verankerung: Was eingesetzt wird
Eine Hüftprothese besteht aus Pfanne, Kugelkopf und Schaft. Je nach Alter und Knochenqualität wird sie zementfrei verankert – der Knochen wächst dann an die Prothese an – oder zementiert; bei jüngeren Patienten meist zementfrei.
Moderne Gleitpaarungen aus Keramik und hochvernetztem Polyethylen minimieren den Abrieb – eine der Grundlagen für die lange Haltbarkeit heutiger Prothesen.
Ablauf: OP und die ersten Tage
Der Eingriff dauert etwa eine Stunde. Dank AMIS-Zugang stehen die meisten Patienten noch am selben Tag auf und gehen erste Schritte am Rollator – oft überrascht davon, wie schnell es geht.
Nach wenigen Tagen stationär folgt die Rehabilitation. Bewegungseinschränkungen, wie sie bei klassischen Zugängen üblich waren, entfallen beim AMIS-Verfahren weitgehend.
Erholung: Zurück ins aktive Leben
Gehstützen begleiten Sie einige Wochen, sind aber oft früher verzichtbar als gedacht. Autofahren klappt meist nach vier bis sechs Wochen, Alltag und Büro entsprechend früher.
Nach etwa drei Monaten ist die neue Hüfte weitgehend in den Alltag integriert – Wandern, Radfahren, Schwimmen und Skilanglauf sind ausdrücklich erlaubt. Die Patientenzufriedenheit nach Hüft-TEP gehört zu den höchsten aller Operationen.
Haltbarkeit und Risiken
Über 95 Prozent der modernen Hüftprothesen funktionieren nach 10 Jahren einwandfrei, die meisten weit über 15 bis 20 Jahre. Risiken wie Infektion, Thrombose, Luxation oder Beinlängendifferenz sind selten – und beim muskelschonenden AMIS-Zugang teils nochmals reduziert.
Wir klären Sie vor dem Eingriff offen über alle Aspekte auf, damit Ihre Entscheidung auf Fakten beruht.
Ihr Weg bei MVZ Kaiser
Diagnostik mit hauseigenem MRT und Röntgen, ehrliche Beratung zwischen konservativer Therapie und OP, die AMIS-Operation durch erfahrene Hüftchirurgen und die strukturierte Nachsorge: Bei uns kommt Ihre Hüfte aus einer Hand.
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