
Fettstammzellentherapie – körpereigene Heilungskräfte nutzen
Arthrose und chronische Gelenkbeschwerden gehören zu den häufigsten orthopädischen Problemen. Mit der Fettstammzellentherapie steht ein modernes Verfahren zur Verfügung, das die körpereigenen Ressourcen nutzt.
Was sind Fettstammzellen?
Fettgewebe enthält wertvolle Stammzellen, Immun- und Gefäßzellen sowie Wachstumsfaktoren. Diese werden in einem schonenden Eingriff aus dem Unterhautfettgewebe gewonnen und direkt am OP-Tisch steril aufbereitet. Das resultierende Zellkonzentrat – die stromal-vaskuläre Fraktion (SVF) – kann in betroffene Gelenke transplantiert werden.

Die Fettstammzellentherapie wird eingesetzt bei Kniearthrose-Schmerz und Hüftarthrose-Schmerz, Sprunggelenks- und Handgelenksarthrose, Schulterbeschwerden (z.B. Rotatorenmanschette) sowie Sehnen- und Bänderverletzungen.
Aktuelle Studien zeigen, dass Fettstammzellen Entzündungen im Gelenk reduzieren und die Gelenkfunktion verbessern können. Viele Patienten berichten über eine spürbare Schmerzlinderung und mehr Beweglichkeit.
Die Behandlung beginnt mit einer orthopädischen Untersuchung, Bildgebung und individueller Beratung. Im nächsten Schritt erfolgt die Gewinnung von Eigenfett durch unsere Plastischen Chirurgen, gefolgt von einer sterilen Filtration am OP-Tisch.
Die Transplantation erfolgt durch Injektion oder Implantation in das betroffene Gelenk mit Ultraschallkontrolle. Die Nachsorge umfasst eine Schonungsphase von ca. 1 Woche.
Aktuelle Studien zeigen vielversprechende Ergebnisse der Fettstammzellentherapie bei Arthrose. Die Forschung entwickelt sich dynamisch weiter.
Lu J et al. (2025) zeigten in einer prospektiven randomisierten kontrollierten klinischen Studie positive Ergebnisse bei der intraartikulären Injektion der stromal-vaskulären Fraktion zur Behandlung von Kniearthrose (Scientific Reports).